Was eine gute Ordnerstruktur auszeichnet
By teamnext Editorial Team
Im Informationszeitalter stapeln sich Dateien schneller, als Teams sie sortieren können. Bilder, Videos, Dokumente, Präsentationen. Oft kostet nicht die Arbeit an Content Zeit, sondern das Suchen. Eine gute Ordnerstruktur ist deshalb kein Nice to have. Sie ist ein Produktivitätshebel. Sie bringt Übersicht, reduziert Reibung und macht Zusammenarbeit einfacher.
Das 7-Ordner-System als klare Leitplanke
Ein bewährtes Modell ist das 7-Ordner-System. Pro Ebene gibt es maximal sieben Ordner. Jeder Hauptordner hat maximal sieben Unterordner. Und diese wiederum maximal sieben Unterunterordner.
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Maximal 7 Ordner pro Ebene
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Maximal 3 Ebenen tief
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Maximal 343 Ordner insgesamt, weil 7 hoch 3
Das bringt Balance. Nicht zu flach, nicht zu tief. Die Zahl 7 ist eine Orientierung. Ausnahmen sind möglich, wenn es gute Gründe gibt.
Beispiel im Windows Explorer:
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Beispielrealisierung des 7 Ordner Systems im Windows Explorer muss enthalten bleiben
Ebene 1 entscheidet über den Rest
Die oberste Ebene ist der Einstieg für alle. Wenn hier Unklarheit herrscht, wird der Rest automatisch wild. Kategorien sollten sich an Prozessen orientieren, nicht an persönlichen Vorlieben.
Ein praktischer Ansatz ist Nummerierung für bessere Navigation. Gleichzeitig lohnt es sich, Leerzeichen und Sonderzeichen zu vermeiden, weil sie Kompatibilitätsprobleme verursachen können.
Beispiel für Hauptordner:
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1_Projekte
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2_Personal
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3_Kunden
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4_Finanzen
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5_Marketing
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6_Veranstaltungen
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7_Archiv
Unterordner brauchen Regeln
Unterordner sollten nach klaren Kriterien aufgebaut sein. Je nach Bereich kann das unterschiedlich aussehen.
Alphabetisch, zum Beispiel bei Personal oder Kunden:
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A–C
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D–G
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H–L
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M–O
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P–S
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T–V
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W–Z
Nach Zeiträumen, zum Beispiel bei Projekten oder Finanzen:
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aktuelles Jahr
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2020–2023
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2015–2019
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2010–2014
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2000–2009
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1981–1999
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_vor_1980
Wichtig ist die Konvention. Einheitlich. Überall. Nur dann kann eine Struktur logisch erschlossen werden.
Namen, die jeder versteht
Gute Ordnernamen sind kurz, eindeutig und im Team üblich. Abkürzungen sind okay, wenn sie alle kennen. Sonst werden sie zu Stolpersteinen.
Beispiel im Hauptordner Marketing:
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1_Social-Media
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2_Kampagnen
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3_Website
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4_Print+Offline
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5_E-Mail-Marketing
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6_Events+PR
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7_Medienarchiv
Auf der untersten Ebene kann eine Trennung nach Medientypen helfen:
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1_Bilder
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2_Videos
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3_Audio-Dateien
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4_Dokumente
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5_Praesentationen
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6_Vorlagen
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7_Sonstige
Archiv und Lifecycle von Anfang an mitdenken
Ein Ablagesystem muss langfristig stabil bleiben. Das klappt nur, wenn Archivierung nicht nachträglich dran geschraubt wird.
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Regelmäßige Reviews der Struktur
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Veraltete Inhalte ins Archiv verschieben
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Löschkonzept für wirklich Unnötiges
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Idealerweise ein separates Archiv, unabhängig von der aktiven Struktur
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Automatisierte Regeln, die nach Zeiträumen archivieren
Beispiel für eine Archivierungsstruktur muss enthalten bleiben:
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2015-2019
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2020-2023
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Projekte_A-C
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Projekte_D-G
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Projekt_Dora
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Projekt_Emil
Ein sauberer Archivbereich trennt Alt von Aktiv, ohne dass Inhalte verschwinden.
Rechte sauber trennen
In größeren Organisationen brauchen Teams unterschiedliche Zugriffe. Eine Ordnerstruktur sollte das abbilden, statt es später mühsam zu reparieren.
Beispiel für Berechtigungsstruktur:
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Personal, Zugriff nur für HR Team
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Projekte
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Projekt_A, Zugriff nur für Projektteam A
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Projekt_B, Zugriff nur für Projektteam B
So bleiben sensible Daten geschützt und Berechtigungen sind leicht verwaltbar.
Metadaten als Turbo für das Finden
Metadaten liefern eine zweite Ordnungsebene. Besonders bei Mediendateien helfen Schlagwörter und Felder wie Datum, Standort oder content origin. So wird Auffinden möglich, ohne die Ordnerstruktur immer weiter zu verzweigen.
Reine Dateimanager wie Windows Explorer sind hier allerdings begrenzt. Metadaten werden oft nur eingeschränkt unterstützt.
Das Beste aus zwei Welten mit dem Media Hub
Ein DAM-System liefert genau hier den nächsten Schritt. DAM steht für Digital Asset Management. Also professionelles Verwalten digitaler Medien.
Der Media Hub verbindet zwei Ansätze:
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klassische Ordnerstrukturen mit ordnerspezifischen Rechten
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volle Metadatenunterstützung inklusive IPTC-IIM, Exif und XMP
Zusätzlich hilft AI dabei, Bilder und Videos auch ohne Metadaten zu erschließen, zum Beispiel über visuelle Suche. So wird aus einer Ordnerstruktur ein System, das wirklich skaliert. Und ein Content Stream, der nicht am Suchen scheitert.