Die 10 wichtigsten Formate für Pixel- und Rastergrafiken

By teamnext Editorial Team

In diesem Beitrag geht es um Pixelgrafiken (auch Rastergrafiken). Sie bestehen aus Bildpunkten und eignen sich besonders für Fotos und detailreiche Motive. Das Gegenstück sind Vektorgrafiken (z. B. AI, SVG), die vor allem für Logos, Illustrationen und skalierbare Grafiken genutzt werden.

Neben technischen Fakten wird auch eingeordnet, wo ein Format sinnvoll ist – und wo nicht.

1) JPEG / JPG (JPEG File Interchange Format)

JPEG ist das am weitesten verbreitete Fotoformat. Der große Vorteil ist die flexible Kompression: von hoher Qualität bis stark reduziert für Web und Versand.

Gut für: Fotos, Webbilder, Social Media, Austausch
Schwach bei: Logos, Schriften, flächige Grafiken (Artefakte)
Plus: Farbprofile, solide Metadaten-Unterstützung (Exif, IPTC-IIM, XMP)

2) TIFF / TIF (Tagged Image File Format)

TIFF ist das Format, wenn keine Information fehlen darf. Es unterstützt sehr hohe Farbtiefe und verlustfreie Workflows.

Gut für: Archivierung, Druckvorstufe, Wissenschaft, Medizin, hochwertige Scans
Schwach bei: Web, E-Mail, Alltagsaustausch (Dateien oft sehr groß)
Plus: Farbmanagement und Metadaten sehr gut

3) PNG (Portable Network Graphics)

PNG ist das Standardformat für verlustfreie Webgrafiken. Es kann Transparenz und ist ideal für grafische Elemente.

Gut für: Logos, Icons, UI-Elemente, Screenshots, Grafiken mit wenigen Farben
Schwach bei: Fotos (Dateien unnötig groß)
Hinweis: Metadaten-Support ist im Alltag oft eingeschränkter als bei JPEG/TIFF

4) GIF (Graphics Interchange Format)

GIF ist technisch limitiert (klassisch 256 Farben), lebt aber wegen Animationen weiter.

Gut für: kurze Animationen, Memes, einfache Loops
Schwach bei: Fotos, hochwertige Farbverläufe, modernes Web-Video
Plus: extrem verbreitet, extrem leicht zu teilen

5) WebP (Web Picture)

WebP ist ein modernes Webformat, das JPEG/PNG/GIF ersetzen kann: kleinere Dateien bei ähnlicher oder besserer Qualität, optional verlustfrei, mit Transparenz und Animation.

Gut für: Webseiten, Performance, mobile Nutzung, moderne Bildpipelines
Schwach bei: Workflows, die strikt auf „klassische“ Formate festgelegt sind
Plus: Exif und XMP möglich, Farbprofile möglich

6) BMP (Windows Bitmap)

BMP ist ein Windows-Klassiker, meist unkomprimiert und dadurch riesig.

Gut für: Spezialfälle, Nostalgie, bestimmte Windows-Workflows
Schwach bei: praktisch allem, was Versand oder Web betrifft

7) HEIF / HEIC (High Efficiency Image File Format)

HEIF ist ein Containerformat; HEIC ist die häufige Endung, wenn HEVC als Codec genutzt wird (stark im Apple-Ökosystem). Ziel: bessere Qualität bei weniger Speicher als JPEG.

Gut für: Smartphone-Fotos, Speicher sparen, moderne Geräte
Schwach bei: volle Kompatibilität in älteren Systemen und Tools (je nach Umgebung)
Plus: effizient, zukunftsorientiert

8) PSD (Photoshop Document)

PSD ist das Arbeitsformat von Adobe Photoshop. Es speichert Ebenen, Masken, Texte, Effekte – verlustfrei im Sinne des Bearbeitungszustands.

Gut für: professionelle Bildbearbeitung, Composings, Layout-Varianten
Schwach bei: Versand an „normale“ Empfänger, Web-Auslieferung
Merke: PSD ist selten ein Endformat

9) XCF (GIMP)

XCF ist das Arbeitsformat von GIMP, vergleichbar mit PSD.

Gut für: Bearbeitung in GIMP, Layer-basierte Workflows ohne Adobe
Schwach bei: Austausch ohne passende Tools/Plugins

10) DNG (Digital Negative)

DNG ist ein offenes RAW-Format von Adobe. Es wurde als Standard gedacht, hat proprietäre RAW-Formate aber nicht verdrängt. Für Austausch und Archivierung kann es trotzdem sinnvoll sein.

Gut für: RAW-Austausch, RAW-Archivierung, kompatible Workflows
Schwach bei: wenn Hersteller-RAW als Pflichtformat gesetzt ist
Plus: wird von vielen Tools unterstützt, Metadaten können eingebettet werden